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Prof. Dr. Christian Körner

Christian Körner, geboren1949 in Salzburg, Österreich, studierte und promovierte 1977 an der Universität Innsbruck. Es folgten Arbeiten im alpinen „Mensch und Biosphäre“-Programm der UNESCO, Feldarbeiten im Kaukasus Georgiens, Forschungsaufenthalte an der Universität Canberra in Australien und die Habilitation  zur alpinen Ökologie 1982 in Innsbruck.

1989 wurde Christian Körner Professor am Botanischen Institut der Universität Basel. Eine ideenreiche und vielfältige Forschungs- und Publikationstätigkeit begann, in der das alpine Pflanzenleben eine zentrale Rolle spielte. Von 1994 bis 1999 arbeitete Christian Körner in einem Forschungsprojekt zusammen mit dem „Smithsonian Tropical Research Institute“ in Panama, was für seine späteren Arbeiten in den tropischen Gebirgen eine bestimmte Bedeutung erhielt. Fast gleichzeitig begannen 1995 seine weltweiten Studien über die obere Baumgrenze und ihre thermischen Bedingungen auf der Nord- und Südhemisphäre unseres Planeten. Auf grosses Interesse stiessen die CO2-Experimente, einerseits in grossen Höhen, basierend auf seiner eigenen Forschungsstation auf dem Furkapass, andererseits auch in einem natürlichen Wald in der Umgebung von Basel. Aus diesen Projekten entstanden hervorragende Beiträge zu den Problemkreisen Klimawandel und Biodiversität in den Gebirgen  der Welt. Das Leitthema aber blieb das Verständnis für das Leben der Pflanzen in grosser Höhe. Fast symbolisch dafür war die kürzliche Besteigung des Doms (4546 m). Dort fand er knapp unterhalb des Gipfels einen blühenden Gegenblättrigen Steinbrech. Automatische Temperatursonden auf dem Domgipfel belegen, dass diese höchstgelegenen Pflanzen jede Nacht komplett frieren und dennoch blühen.

Aus vielen wissenschaftlichen Publikationen heben wir bloss drei Bücher heraus: „Alpine Plant Life – Functional Plant  Ecology of High Mountain Ecosystems” 1999, das 2003 eine zweite Auflage erfuhr. 2002 folgte das Buch “Mountain Biodiversity – A Global Assessment (Eds.: Ch. Körner and E.M. Spehn), und 2005 „Land Use Change and Mountain Biodiversity“ (Eds.: E.M. Spehn, M. Liberman, Chr. Körner).

Von ganz besonderer Bedeutung aber ist das internationale Engagement von Christian Körner. Im globalen biologischen Forschungsprogramms DIVERSITAS fehlte ein übergreifendes  Projekt zum Thema Gebirge und Biodiversität. Diese Lücke wurde als schwerwiegend empfunden, weil die Berge der Welt mit ihrer ökologischen Höhenstufung viele der so genannten „Hot Spots“ der Biodiversität aufweisen. Mit Unterstützung der Akademie der Naturwissenschaften erklärte sich Christian Körner spontan bereit, die Leitung eines entsprechendes Programmes zu übernehmen: „Global Mountain Biodiversity Assessment“ (GMBA). Im Sommer 2010 hat er mit einer internationalen Konferenz in Chandolin, Wallis, das 10jährige Jubiläum dieses höchst erfolgreichen Programms gefeiert. Christian Körner hat aber auch in einer Sitzung der „Convention on Biological Diversity“ (CBD) das Gebirgsthema zu einer wichtigen Querschnittsaufgabe gemacht, und schliesslich übernahm er auch die Verantwortung für ein Gebirgskapitel im Bericht des globalen und von der UNO unterstützten „Millennium Ecosystem Assessment“ 2005.

Die Schweiz hat in seiner Person einen weltweit anerkannten Spezialisten für Gebirgsbiodiversität, was im UNO-Jahr der Biodiversität 2010 eine ganz besondere Bedeutung hat. Dazu zitieren wir aus einem umfassenden Bericht der Basler Zeitung von Mitte Juli 2010 bloss zwei Sätze: „Unter den aktiven Forschern der Uni Basel zählt Christian Körner zu den fünf Personen, deren Arbeit in internationalen Publikationen am häufigsten zitiert wird.“ Und: „Körners Forscherherz schlägt primär für die Berge.“

Publikationen:
siehe: publications

Adresse:
Prof. Dr. Christian Körner
Institute of Botany, University of Basel
Schönbeinstrasse 6
4056 Basel (Switzerland)
Tel. ++41 (0)61 267 35 10 Fax ++41 (0)61 267 35 04
E-Mail: ch.koerner@unibas.ch


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