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Gerhard Baur

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Biographie

1947 geboren, am Bodensee in Friedrichshafen aufgewachsen.

Bergsteigen war für Gerhard Baur immer eine Leidenschaft, der er mit „Leib und Seele“ anhing. Bereits mit 17 durchstieg er die Matterhorn Nordwand und es gelangen ihm damals einige spektakuläre Erstbesteigungen im Rätikon und in den Alpen.

Er arbeitete bei verschiedenen Bergfilmproduktionen mit und beschloss, sein Berufsziel Lehrer gegen das eines Bergfilmers einzutauschen.

Beim Bayerischen Fernsehen erhielt er 1968 die Chance, seinen ersten eigenen Film zu verwirklichen: Die Erstdurchsteigung des „Großen Daches“ an der Westlichen Zinne in den Dolomiten.

1970 war Gerhard Baur Teilnehmer und Kameramann bei der deutschen Nanga Parbat Expedition, bei der Günter Messner ums Leben kam und Reinhold Messner die erste Überschreitung eines Achttausenders gelang. Diese Erfahrung trug sehr zu seinem Bild vom schmalen Grat zwischen Ruhm und Tragödie beim extremen Bergsteigen bei.

Seit über 30 Jahren dreht Gerhard Baur nun Filme (er ist dabei fast immer Autor, Regisseur und Kameramann). Über 70 Dokumentarfilme entstanden. 1975 filmte Baur mit seiner 16-mm-Kamera bis auf den Gipfel des dritthöchsten Berges der Welt, den Kanchendzönga (8579m) im Himalaya, und erhielt für den entstandenen Film in Trento den Grossen Preis, einen „Goldenen Enzian“, als international bester Film des Festivals.


Sein erfolgreichster Kurzfilm „Die Entscheidung“ (über 20 internationale Filmpreise) wurde für den Bundesfilmpreis für Kurzfilme nominiert.


Auch zwei Spielfilme über die dramatischen Erstbesteigungsgeschichten an zwei der schwierigsten Wände in den Alpen mit dem Titel „Der Weg ist das Ziel“ entstanden: „Die Eiger Nordwand Tragödie 1936“ und „Grandes Jorasses Nordwand“. Gedreht wurde mit kleinstem Team an Originalschauplätzen in den Wänden. Die schwere Last der Filmausrüstung, Steinschlag, Wetterunbilden und unwegsames Gelände sind erschwerende Gefahren und Risiken.


Für Werner Herzogs Film „Schrei aus Stein“ drehte Gerhard Baur die gefährlichen Kletterszenen in Südamerika.

Der Mensch im Grenzbereich einer extremen Natur, seine Erfahrungen und Abenteuer bei Expeditionen in die Eis- und Felswildnis höchster Berge, in schwer zugängliche Schluchten mit reißenden Wildwassern, die Entdeckung unbekannter Höhlen tief unter der Erde, aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse, kulturelle Entwicklungen und die Achtung vor der Natur werden durch eine sehr persönliche Gestaltungsform dem Zuschauer vermittelt.


Viele Filme von Gerhard Baur wurden mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnet.

Die meisten seiner Filme dreht er für die Redaktion „Unter unserem Himmel“ des Bayerischen Fernsehens.


Zusammen mit seiner Frau Margret und den drei Söhnen Fridolin, Andreas und Tobias lebt er im Allgäu.


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Filmliste nach Themen:

Filme, in denen der Mensch Erfahrungen und Abenteuer im Grenzbereich einer extremen Natur erlebt.

1975 Kanchendzönga – Die Schatzkammern des ewigen Schnees
Deutsch-österreichische Expedition zum 3.höchsten Berg der Erde, dem  KANCHENDZÖNGA. Mit der Filmkamera bis zum 8500 Meter hohen Gipfel.

Grosser Preis für den besten Film des "Intern Ber- und Forschungs-Filmfestivals" Trient (I) 1976

1977 Auyuittuq – Das Land das niemals schmilzt
Baffin Island Expedition

Grand Prix Bester Film des "Festival Intern Du Film Alpin" in Les Diablerets (CH) 1978

Grand Prix Bester Film des Filmfestivals in San Sebastian (SP) 1979 u.a.

1979 Korsika – Das Gebirge im Meer

Mario Bello des Caie

1980 Der Weg ist das Ziel – Die eigernordwandtragödie 1936,
eine Spieldokumentation

Silberner Enzian (Trient 1982)

Grand Prix in Les Diablerets (1982) und San Sebastian (1983)

Best Technical Climbing Film, Telluride (USA 1983) u.a.

1983 Die Entscheidung (Kurzfilm 13')

Gold Award International Film & TV Festival New York (1985)


Grand Prix in Les Diablerets (1985)

Nominierung zum Bundesfilmpreis für Kurzfilm (1986) u.a.

1984 Der Weg ist das Ziel – Die Grandes Jorasses Nordwand
eine Spieldokumentation


4 x Grand Prix in Les Diablerets (1986), in Annecy (1986), in Torello (1987), in BANFF (Canada 1988)

Silberner Enzian Trient (1986)

2nd Award Washington (1989)


Best Fictional Drama, Telluride (USA 1989) u.a.

1985 Geschichte des Alpinismus (5teilige Reihe)
a) Mont Blanc – der Weg zum Gipfel
b) Matterhorn – die grosse Herausforderung
c) Vajolettürme – die Suche nach Gefahr
d) Fleischbank Ostwand – Klettern am schwierigen Fels
e) Die grossen Nordwände – Eiger, Grandes Jorasses, Matterhorn

1988 Nanga Parbat - Schicksalsberg der Deutschen

Best Mountaineering Film, Mountain Filmfestival BANFF, Canada (1989) u.a.

1989 Frei wie der Wind

Silberner Enzian Trient (1988)

Diable d'Or, Les Diableret (1988)

Kurzfilmpreis des HGF, Wiesbaden (1989) u.a.


Filme über Menschen, Länder und Kulturen

1982 Shisa Pangma Expedition mit Reinhold Messner
Filmarbeit für Bavaria GmbH

1990 Dolomiten-Mythen aus Stein

Silberner Enzian, Trient (1991)

1992/93 Vom einfachen Leben
Reihe über Menschen in China und Tibet für SDR/ARD

1) Reisbauern und Kormoranfischer am Li Fluss
2) Eine Oase in der Taklamakan Wüste
3) Tibet - Die Götter leben noch

1993 Second Unit Kamera
bei Kinospielfilm "Schrei aus Stein" von Werner Herzog



Filme über Naturwissenschaften, Mensch und Abenteuer

1993 Der Weg der bunten Steine

Premio Farfallo d'Oro, Trient (1992)

1994 Blumen in Fels und Eis

1995 Gottesacker Plateau – mit dem Wasser in die Tiefe

Goldene Kamera, Kategorie Abenteuer im Internationalen Berg- und Abenteuer Filmfestival Graz (A 1996)

1996 Bergkristall – Paul Membrini, ein Strahlensucher auf extremen Wegen

Grosser Preis Bester Film des Festivals Trient (1997)

1998 Der Grosse Aletschgletscher – wenn das Eis schmilzt

Diable d'Or, Kategorie Umwelt, Filmfestival Les Diablerets, Schweiz

2000 Überlebt – Die Eiger Nordwand

Goldene Kamera, Internationales Berg- und Abenteuer Filmfestival, Graz

Grosser Preis Festival Intern De Cinema De Muntanya I Aventura, Torello (Spanien)

Preis des SAC (Schweiz)

2001 Bayerische Alpen – Letzte Wildnis: Das Allgäu

2001 Camera Extreme

Auszeichnung der Filmhochschule Lodz (Polen) für seine herausragenden Leistungen als extremer Filmemacher, für über 30 Jahre großartiger Arbeit, Talent und Professionalität extreme, außergewöhnliche Aktionen und die gegenseitige Beziehung Mensch, Berg und Natur filmisch aufzuarbeiten.

2002 Bayerische Alpen – Letzte Wildnis: Das Ammergebirge

2002 Grosser Preis der Internationalen Allianz für Bergfilm (LAMF) für sein Gesamtwerk
IAMF ist ein Zusammenschluß der 14 weltweit bedeutendsten Bergfilmfestivals. Damit ist diese Auszeichnung die wichtigste auf internationaler Ebene.

2003 Bayerische Alpen – Letzte Wildnis: Im Wetterstein

2004 Nanga Parbat – Spurensuche

Lobende Erwähnung GRAZ Berg- und Abenteuer Filmfestival

2005 Nanga Parbat – Die Herausforderung (T1)
Nanga Parbat – Der tödliche Berg (T2)

Grosser Preis: Internationales Bergfilmfestival Tegernsee

Goldene Kamera: Berg- und Abenteuer Filmfestival Graz

2006 Höfats der einmalige Berg

2007 Hölloch

2008 Grünten

Die Liste der Preise und Auszeichnungen, die die einzelnen Filme gewonnen haben, ist nicht vollständig.


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