Das SAM heute

Das SAM ist das einzige Museum über die Schweizer Alpen. Das Museum vermittelt Übersicht über den ganzen Schweizer Alpenraum und seine wichtigsten Aspekte. Es repräsentiert einen grossen Teil der Schweiz, denn 70% der Landesfläche sind Berggebiet. Für die Bewohner der übrigen Gebiete haben die Berge eine wichtige Bedeutung.
Das SAM ist ein professionell betriebener Kleinbetrieb, der mit dem Angebot eines modernen Museums präsent ist: Dauerausstellung, Sonderausstellungen, eine bedeutende Sammlung, kulturelle Veranstaltungen mit Bezug zu den Bergen, Auskunftsund Ausleihstelle, museumspädagogische Angebote.
Das SAM wendet sich an ein breites Publikum und hat vor allem eine Vermittlungs- und Bildungsfunktion. Es versucht, Kreativität, Reflexion und Identifikation zu wecken; hat aber auch eine Unterhaltungs- und Freizeitfunktion und ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt bei Anlässen jeglicher Art.
Zu den wichtigen Besuchersegmenten gehören Schulen und Kinder/Jugendliche in Begleitung Erwachsener sowie ein grosser Kreis von Personen, die sich für die Sachgebiete des Museums begeistern.
Erwähnenswert ist auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des SAM. Es ist ein beliebtes Ziel von Touristen aus der Schweiz und aus dem Ausland, aber auch ein Auftraggeber für die Wirtschaft und ein Anbieter von interessanten Arbeits- und Beschäftigungsplätzen.

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Dauerausstellung
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In zehn ausgewählten Themenkreisen führen anschauliche Präsentationen in die Vielfalt der alpinen Natur und Kultur ein. Eine Multivision bietet eine eindrückliche Einführung, meisterhafte Reliefs bieten einen attraktiven Einblick in Landschaften der Schweizer Alpen und in die Formenwelt der Felsen und Gletscher. Geologie, Vegetation, Fauna, Klima und Wetter, Vergletscherung, alpine Kartographie, Alpenforschung, Landschaftswandel, Brauchtum, bergbäuerliche Wirtschaft, Tourismus werden mit aussagekräftigen Exponaten angesprochen. Mehrere Bild-Text-Infostationen können von den Besuchern wahlweise bedient werden und vermitteln zusätzliche Informationen zu den Ausstellungsteilen.
Die sieben Grossgemälde aus Ferdinand Hodlers berühmtem Diorama "Aufstieg und Absturz" bieten im überhohen Galerieraum des Museums eine aussergewöhnliche Sehenswürdigkeit.
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Aktivitäten:
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Im Zentrum steht die Vermittlung von Wissen, Emotionen, Erlebnissen, Kontakten. Temporäre Ausstellungen und Rahmenveranstaltungen wie Vorträge und Podien, Exkursionen, Filmvorführungen, Workshops und Kurse, musikalische und literarische Anlässe behandeln aktuelle oder besondere Themen mit alpinem Bezug und ermöglichen dem Museum, vertiefend auf einzelne Aspekte einzugehen.
Das SAM versteht sich als permanente Informations- und Diskussionsplattform. Es ist damit eine der wenigen Institutionen, welche dauernd Wissen und Erlebnisse zum Alpenraum bieten und zur Auseinandersetzung mit entsprechenden Zeitfragen anregen. Besondere Anliegen sind die Sensibilisierung für Bedeutung, Entwicklung und Probleme der Berggebiete (Mensch, Natur, Kultur), das Fördern und Reflektieren der Beziehungen Stadt/Mittelland zu Berggebiet, die Diskussion von aktuellen Zukunftsfragen wie nachhaltige Nutzung, Klimawandel sowie der Kulturaustausch mit Berggebieten innerhalb der Schweiz und mit dem Ausland.
Das SAM ist auch beliebt für Versammlungen, Sitzungen und Apéros, meist kombiniert mit einer Museumsführung. Es wird auch immer wieder von Aussenstehenden als Ort für Medienkonferenzen gewählt. Die Kulturstätte kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden. Für eine professionelle gastronomische Betreuung ist gesorgt.
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| Sammlungen |
Das SAM besitzt eine seit 1903 aufgebaute Sammlung von nationaler Bedeutung. Sie umfasst rund 20'000 Objekte und 160'000 Fotos.
Bemerkenswert ist die weltweit grösste Sammlung von Bergreliefs (Geländemodelle). Von europäischer Bedeutung sind die umfangreichen Fotobestände von historisch wertvollen und aktuellen Bilddokumenten aus den Schweizer Alpen und aus andern Gebirgsgegenden der Welt (ab ca. 1860 bis heute). Einzigartig ist auch die Sammlung von Bergsteigerausrüstungen. Weiter verfügt das SAM eine der bedeutendsten Skisammlungen. Wichtige Schwerpunktgebiete sind die repräsentativen Sammlungen Touristikwerbung, geografische Karten und Panoramen. Auch Druckgrafik und Gemälde gehören zur Sammlungstätigkeit des Museums, sofern sie einen Bezug zum Alpenraum haben und auch dokumentarische Aussagen ermöglichen. Unter den Werken verschiedenster Künstler ist eine Gemäldegruppe des bekanntesten romantischen Schweizer Malers Alexandre Calame besonders eindrücklich. Von hohem dokumentarischem Wert ist die aussergewöhnliche Sammlung von Tesseln (Kerbhölzer = bergbäuerliche Holzurkunden).
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| Struktur und Finanzierung: |
Verantwortlich für das Museum ist die privatrechtliche "Stiftung Schweizerisches Alpines Museum". Stiftungspartner sind: Die Eidgenossenschaft, der Kanton Bern, die Stadt Bern, der Schweizer Alpen-Club SAC und die Sektion Bern des SAC. Sie tragen zusammen 51% der Aufwendungen.
Einige Kennzahlen: - Umsatz Betrieb 2003: 1,75 Mio. CHF
- Zahl Eintritte 2003: 25'111, davon 195 Schulklassen, 148 Gruppen, 54 Führungen.
- Objekte in der Sammlung: 180'000
- Personal 2003: 4 Vollstellen und 12 in Teilzeit (umgerechnet 3 Vollstellen)
- Gesamtfläche Gebäude: 2300 m2
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| Geschichte: |
Das Museum wurde 1905 im "Rathaus des Aeusseren Standes" an der Zeughausgasse in Bern eröffnet, nachdem 1902 die Sektion Bern des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) die Initiative dazu ergriffen und eine Museumskommission mit der Realisierung beauftragt hatte. Idee und Zweck des Museums entsprachen dem Anliegen des frühen SAC, die Alpen nicht nur für die Bergsteiger zu erschliessen, sondern sie auch zu erforschen. Dadurch entstand heute sehr wertvolles Ausstellungsgut des Museums.
1933/34 wurde der Museumsneubau am Helvetiaplatz errichtet, ein typisches Gebäude des "Neuen Bauens". Die Trägerschaft des Museums ging an eine Stiftung über, an der unverändert bis heute die Eidgenossenschaft, der Kanton Bern, die Einwohnergemeinde Bern, der Schweizer Alpen-Club und die Gründersektion Bern des SAC partizipieren. Von 1934 bis 1990 war ein Teil des Hauses an die PTT vermietet, die dort parallel zum Alpinen Museum das PTT-Museum betrieb. Bis 1978 wurde das SAM nebenamtlich geführt.
Nach verschiedenen Teilerneuerungen und unhaltbar gewordenem Platzmangel trennten sich 1990 die beiden Museen und das Gebäude wurde 1990 bis 1993 baulich saniert und ausstellungstechnisch völlig neu ausgestattet. Damit wurde das SAM zum grössten modernen Alpenmuseum Europas.
Heute noch kann aber das SAM sein Haus nicht allein nutzen. Trotz Platzknappheit müssen aus finanziellen Gründen immer noch rund 300 m2 dauervermietet werden. Dies soll mit dem 2004 erarbeiteten Erneuerungsprojekt "Bergwelt-Zentrum" geändert werden.
Ausserdem wurden in den letzten acht Jahren die betrieblichen Strukturen entwickelt und optimiert, die Sammlungsdepots reorganisiert und die Sammlungserschliessung vorangetrieben.
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